Aktive Politik für Wetter

Im Dienste der Bürgerinnen und Bürger

 

10 Fragen von Mike Dickmann, Vorsitzender des Stadtverbandes für Leibesübungen an den Vorsitzenden der Bürger für Wetter, Axel Holland für die Kommunalwahl 2009 in Wetter.

 

  • Wie beurteilen Sie die ehrenamtlichen Arbeiten in den Wetteraner Sportvereinen und sind Sie der Meinung, dass die Vereine ihr ehrenamtliches Engagement noch weiter ausdehnen können und sollen?

Wir haben in Wetter eine sehr gute, bunte Vereinswelt. Die Vereinsarbeit wird mit sehr viel ehrenamtlichem Engagement betrieben, mit viel Liebe und mit einem erheblichen Zeitaufwand. Ich würde mich freuen, wenn diese Arbeit noch ausgedehnt werden könnte, frage mich jedoch, ob dies ehrenamtlich überhaupt noch zu leisten ist. Ich bewundere jedenfalls die vielen ehrenamtlichen Helfer in den Vereinen, die einen erheblichen Teil ihrer Freizeit aufwenden, um diese Stadt lebenswerter zu machen und das miteinander zu fördern. Aber grundsätzlich glaube ich, dass ein ehrenamtliches Engagement durchaus noch ausdehnungsfähig ist.

  • Welchen Stellenwert messen Sie der sozialpolitischen Bedeutung des Sports in Wetter bei?

Sport ist Verbindung, Verbindung zwischen unterschiedlichen Menschen, unterschiedlichen Charakteren. Die einen möchten sich nur Fit halten, für die anderen ist der Verein ein Stück Familie, ein Stück Heimat. Damit hat der Sport, das Vereinsleben überhaupt, eine wichtige Aufgabe im sozialen Gefüge Stadt.

  • Wie wollen Sie den Faktor Freizeit und Sport bei der allgemeinen Stadtentwicklung berücksichtigen?

Zunächst mal sind wir in Zeiten knapper Kassen nicht die Fraktion die Versprechungen macht die man nicht einhalten kann. So wie die Finanzen der Stadt zur Zeit aussehen bin ich froh, wenn wir das was wir an Sportstätten haben zunächst bewahren kann. Daher kann ich dir nur sagen, was ich NICHT möchte. Ich möchte keinen Verkauf/Aufgabe von Sportstätten. Wir müssen erhalten was wir haben. Dazu gehören aber auch notwendige Investitionen in den Bestand unserer Sportstätten.

  • Viele Sportler und zu großen Teilen auch die sportpolitischen Sprecher in den Parteien wünschen sich wieder die Trennung des Ausschuss Schule, Sport und Kultur. Wie stehen Sie dazu, wieder einen eigenständigen Ausschuss für Sport und Freizeit einzuführen?

Zur Trennung des Ausschusses kann ich nur ganz klar sagen. Dieser Ansicht bin ich auch! Bei allen Berührungspunkten ist das Thema Sport und die damit zu behandelnden Fragen zu verschieden als das man Ihnen in einem derartigen Monsterausschuss gerecht werden kann.

  • Bisher hat der Stadtverband für Leibesübungen nur eine beratende Funktion im Ausschuss Schule, Sport und Kultur. Der SfL möchte sich und seine angeschlossenen 10.000 Sportler verantwortlicher mit Stimmrecht im Ausschuss einbringen. Wie stehen Sie dazu, dem SfL ein Stimmrecht einzuräumen?

Ein schwieriges Thema. Es berührt das Selbstverständnis des Rates und seiner Ausschüsse. Würde dieses Recht dem SFL eingeräumt, wer müsste dann in den anderen Ausschüssen ebenfalls stimmberechtigt sein? Warum engagieren sich die Mitglieder nicht in den Fraktionen? Grundsätzlich hätte ich kein Problem damit

  • Bei vielen Planungen im Bereich Sport werden Punkte in anderen Ausschusssitzungen wie z.B. dem Stadtentwicklungs- und Bauausschuss beraten. Aus diesem Grund wünscht sich der SfL auch in diesen Ausschüssen zumindest eine beratende Funktion. Wie stehen Sie dazu, dem SfL auch in anderen Ausschüssen zu sportpolitischen Themen ein Mitspracherecht zu gewähren?

Unumwunden ja. Ich bin immer dafür gewesen, eine breite Bürgerbeteiligung durchzuführen. Die beratende Teilnahme an anderen Ausschüssen kann ein wichtiger Beitrag dazu sein. Das gilt für mich übrigens auch für andere Interessengruppen in dieser Stadt. Das schafft auch mehr Transparenz und Akzeptanz der politischen Entscheidungen.

  • Das Thema der Einführung einer Energiekostenpauschale wird derzeit in Wetter noch diskutiert. Der SfL hat sich mit einer Experteneinholung und der Anfrage zur Prüfung der Einführung eines BgA (Betrieb der gewerblichen Art) zur finanziellen Entlastung der Vereine eingebracht. a) Wie stehen Sie zu einer möglichen Einführung einer Energiekostenpauschale für die Nutzung der Sportstätten durch die Vereine in Wetter? b) Wie beurteilen Sie die Einführung eines BgA? c) Sollte der BgA nicht eingeführt werden, wären Sie zusammen mit dem SfL bereit, daran zu arbeiten, den Vereinen die Nutzung der Sportstätten ohne Gebühren zu ermöglichen?

Diese Diskussion ist für mich eigentlich beendet. Ich sehe keinen Weg die Vereine mit zusätzlichen Kosten zu belasten, die die wichtige Arbeit, besonders auch die Jugendarbeit, nicht nachhaltig negativ beeinflusst. Daher würde ich gerne gemeinsam mit dem SFL daran Arbeiten die Sportstätten gebührenfrei zu nutzen.

  • Unterstützen Sie die vertrauensvolle Mitarbeit und Einbringung des SfL bei Themen, die den Sport und sein Umfeld betreffen?

Ja. Das Angebot steht immer noch. Deswegen heißen wir Bürger für Wetter. Wenn ein oder mehrere Bürger ein Anliegen haben, dann können sie zu uns kommen und wir vertreten dieses Anliegen. Oder wir geben Ihnen die Möglichkeit es selbst zu vertreten. Ihr schreibt die Anträge, wir stellen sie. Das ist ernst gemeint.

  • Wie stehen Sie zu den kommunalen Sportanlagen in Wetter? Wo sehen Sie dringenden Handlungsbedarf, die Sportstätten der Stadt für unsere Schulen und Vereine in einem guten Zustand zu erhalten und zukunftsfähig auszubauen?

Ich denke, ohne es genau zu wissen, denn ich bin kein Sportler, dass wir einen Investitionsstau bei allen Sportstätten haben. Daher fände ich es sinnvoll die Prioritätenliste des SFL mal anzusehen um gemeinsam einen Investitionsfahrplan festzulegen.

  • Befürworten Sie die Erhaltung unseres städtischen Hallenbades in seiner jetzigen Form als Sportbad mit Wettkampfcharakter?

Auch hierzu muss ich sagen: Ganz klar – JA – wir haben uns nicht umsonst bereits für den Erhalt des Freibades eingesetzt. Wir haben das ganz bestimmt nicht getan um nun ein Hallenbad zu schließen. Neben den rechtlichen Anforderungen, die der Schulsport an uns stellt, muss daher auch ein Wettkampfgerechtes Hallenbad in Wetter bleiben. Wir müssen uns gemeinsam jetzt eigentlich nur darüber unterhalten WIE man es erhalten kann.

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